• Foto: Dean Drobot /Shutterstock.com

     

    Aluminium kennt man aus Leichtbaukonstruktionen wie Flugzeugen, Autos oder Fahrrädern, als elektrischen Leiter, Küchenfolie, als Verpackung für Lebensmittel und Aluminiumtube. Dies sind nur ein paar seiner vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. Das Leichtmetall scheint unverwüstlich, da es sich durch eine dünne Oxidschicht schützt und nicht wie Eisen rostet. Doch seine nichtmetallischen Verbindungen, in Form von Oxiden und Salzen, prägen die Gestalt der Erde wie kein anderes Element. Aluminium ist das häufigste Metall in der Erdkruste.

     

    Aluminiumchlorid

    Wie das Kochsalz (Natriumchlorid) aus der Küche ist Aluminiumchlorid (INCI: Aluminium Chlorohydrate) ein Salz der Salzsäure. Als Hydrat enthält es Wasser und wie das zu Heilzwecken eingesetzte Aluminiumacetattartrat ist es wasserlöslich.

     

    Aluminiumaufnahme

    In Publikationen und Medien geht es vor allem um den Aluminiumanteil, der mit gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht wird. Wissenschaftliche Studien - vor allem wenn es um Statistiken geht - entsprechen nicht immer dem gewünschten Standard.

    Der medialen Öffentlichkeit fällt die Unterscheidung zwischen brauchbaren und nicht brauchbaren Studien oft schwer. Das ist nicht weiter schlimm, da fehlerhafte Ergebnisse und Hypothesen später von anderen Wissenschaftlern widerlegt werden. Genauso verhält es sich mit den Berichten über gesundheitliche Gefahren des Aluminiumchlorids. Die Hypothesen, dass Aluminium in täglich verwendeten Antitranspirantien und Deos die Alzheimer-Krankheit und bei Frauen Brustkrebs auslösen kann, sind allesamt widerlegt worden.

    Im Übrigen wurden bei den Untersuchungen andere Komponenten der Deos wie beispielsweise das Chlorphenol Triclosan, ein bakterienhemmender Wirkstoff, überhaupt nicht berücksichtigt. Der Grenzwert für die tägliche orale Aufnahme von Aluminium wird von der EFSA (European Food Safety Authority - Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit), der WHO (World Health Organization - Weltgesundheitsorganisation) und der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations - Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) unterschiedlich beurteilt. Er liegt im ungünstigsten Fall bei 1 mg/kg Körpergewicht wöchentlich.

    Bei einer Frau mit einem Körpergewicht von 60 kg entspricht dies 60 mg Aluminium pro Woche. Die Resorption, d.h. die Aufnahme von löslichem Aluminium, ist allerdings extrem niedrig, da das Ion mit Proteinen und Säuren wie z.B. der in der Hautbarriere vorkommenden Palmitinsäure schwer lösliche Verbindungen bildet. Dies entspricht auch dem Wirkungsmechanismus in Deos und der adstringierenden (austrocknenden, blutstillenden und entzündungshemmenden) Wirkung.

    Aluminium wird durch die Niere ausgeschieden. Um die Resorption niedrig zu halten, empfiehlt das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung), aluminiumhaltige Deos nicht auf frisch rasierte Haut aufzubringen.

     

    Ersatzstoff Alaun

    Die negativen Presseberichte haben manche Hersteller veranlasst, Aluminiumchlorid-freie Antitranspirantien zu entwickeln und zu bewerben. So weit, so gut. Wenn die Präparate aber bei Verwendung des Ersatzstoffs Alaun (INCI: Potassium Aluminium Sulfate oder Potassium Alum) mit "0% Aluminium Chlorohydrate" beworben werden, könnte es für den Verbraucher allerdings so aussehen, dass die Produkte frei von Aluminium seien. Sind sie aber nicht. Alaun und das darin enthaltene Aluminiumsulfat gibt es schon sehr lange in Blutstillern, Alaunsteinen und Rasierstiften - vor allem für Verletzungen bei der Nassrasur.

     

    Verwendung in der Kosmetik

    Interessant sind in diesem Zusammenhang die vielen anderen Produkte, die Aluminium enthalten. Dazu gehören nicht nur Getränkedosen, sondern auch die Aluminiumtuben, Aluminiumspender und Aluminiumdruckdosen in der Kosmetik. Aluminium und Aluminiumoxid lösen sich durch Säuren, z.B. Fruchtsäuren, bei niedrigem pH-Wert und Basen bei hohem pH-Wert langsam auf und das Aluminium geht in die Produkte über. Dieser Korrosionsvorgang wird durch Komplexbildner beschleunigt. Daher müssen die Innenoberflächen der Behälter beschichtet und unverletzt sein. Für die Beschichtung werden unter anderem Epoxid- oder Polyesterharze eingesetzt. 

    Zu den löslichen Aluminiumverbindungen gehört auch das Aluminiumfluorid, das in Zahnpasten verarbeitet wird und der Karies vorbeugt. Da die Reste der Paste ausgespült werden, ist die Aluminiumaufnahme gering. Andererseits ist ein Austausch durch andere Fluoride leicht möglich. Andere, zumeist als Kosmetikhilfsstoffe verwendete Aluminiumverbindungen sind unlöslich. Zu ihnen gehören:

    Bentonit, ein Alumosilikat, bildet mit Wasser anorganische Gele, aus denen mit Pigmenten, Glykolen und Ölen Flüssig-Make-ups hergestellt werden.

    Aluminiumhydroxid wird zum Überziehen (Coating) von Titandioxid in Sonnenschutzmitteln und Makeup- Produkten verwendet. Das Coating unterbindet die bei Bestrahlung erfolgende Radikalbildung des Titandioxids. Die Übergänge zwischen wasserhaltigem Aluminiumoxid (Tonerde) und Aluminiumhydroxid sind fließend. Die chemischen Eigenschaften sind nahezu identisch.

    Aluminiumstearat ist Bestandteil von Pudern und stabilisiert ähnlich wie Magnesiumstearat W/OEmulsionen (Wasser-in-Öl-Emulsionen). Die Viskosität fettreicher und wasserfreier Präparate wird durch Aluminiumstearat erhöht. Ähnlich verhalten sich andere Salze wie beispielsweise Aluminiumstärkeoctenylsuccinat. 

    Argilla ist die italienische Bezeichnung für ton, der oben bereits beschrieben wurde.

    Kaolin ist Bestandteil von pigmenthaltigen Produkten wie Lippen- und Abdeckstiften sowie Pudern und Foundations.

    Das schwefelhaltige Alumosilikat Ultramarin ist ein Blaupigment.

    Natrium-Kalium-Aluminium ist Bestandteil von Pudern, Lidschatten und Abdeckcremes. Die Zusammensetzung entspricht der des natürlichen Glimmers (INCI: Mica). Dementsprechend ähnlich ist das optische Verhalten. 

    Zeolith und vergleichbare poröse Alumosilikatpartikel werden zur Aufnahme amorpher Wirkstoffe und Verwendung in Nanodispersionen eingesetzt. Bei Durchmessern unter 100 nm müssen sie als Nanomaterial gekennzeichnet werden. Sie sind biologisch nicht abbaubar.

     

    Blick über den Tellerrand

    Bei aller Diskussion über Aluminium in Kosmetika sollte die breite Verwendung in anderen Bereichen nicht verschwiegen werden. Denn der Kontakt mit Lebensmitteln erfolgt wesentlich intensiver. Sei es als Steingut, Backblech oder in Form einer Espressokanne. Auch Lebensmittel wie z.B. Tee, Kakao und Schokolade und Arzneimittel enthalten Aluminiumverbindungen.

     

    Fazit

    Im täglichen Leben haben wir ständig Kontakt mit dem Leichtmetall - egal ob wir uns in der Natur bewegen, eine Zeitung lesen, in der Küche arbeiten, einen Schokoriegel essen oder ein Make-up auftragen. Wie für viele andere Stoffe haben die Gesundheitsorganisationen für Aluminium Grenzwerte festgelegt, deren Einhaltung man heute wie in der Vergangenheit aber nur schwerlich kontrollieren kann. Die gute Nachricht ist, dass es keine stichhaltigen Beweise für schädliche Nebenwirkungen gibt.

     

    Dieser Artikel unseres Autors Dr. Hans Lautenschläger wurde erstmals am 10.06.2016 auf beauty-forum.com veröffentlicht. 

     

     

  • Foto: © Svitlana Sokolova/Shutterstock.com

     

    Kuschelig!

    Das Make-up Step by Step

    Durch den Trendton Rot, der später in der Lippenfarbe verwendet wird, wird jede Rötung im Gesicht später stärker sichtbar sein. Deshalb sollte die Foundation von der Deckkraft her so stark sein, dass Hautrötungen und Äderchen nicht mehr sichtbar sind. Wenn Ihre Kundin sehr stark zu Rötungen neigt, können Sie auch mit einer grünen Facebase vorarbeiten um ein einheitlicheres Hautbild zu erzielen.

    Foto: © Anna Russo

    Beim Lidschatten kann man hier schön satt z.B. in kühlen Brauntönen arbeiten. Ich empfehle, hier eher matt zu bleiben um später den Blick nur auf die Lippenfarbe zu lenken.

    Foto: © Anna Russo

    Der Look besticht durch seine effektvolle Lippenfarbe, die man toll mit verschiedenen Schattierungen in Szene setzen kann. Die Lippen werden zunächst mit einer Base vorbereitet um die Haltbarkeit des Lippenstiftes zu gewährleisten.

    Foto: © Anna Russo

    Ich empfehle, zuerst einen dunkleren satten Kirschton zu wählen, mit dem man die äußere Lippenkontur nacharbeitet.

    Foto: © Anna Russo

    In der inneren Lippenlinie wählt man einen helleren Ton um einen vergrößernden Effekt zu erzielen. Beide Linien dann miteinander verblenden. 

    Zum Schluss bietet sich ein glossiges Finish an - entweder Farbneutral oder in einem schimmernden Cherry. 

    Foto: © Anna Russo

    So zauberhaft sieht der fertige Look aus! Viel Spaß beim Nachschminken!

  • Parfumflacon
    Foto: Mike Laptev/shutterstock.com

     

    Ihre Kundin betritt völlig gestresst Ihr Institut? Dann probieren Sie es doch einmal mit Sandelholz- oder Jasminduft - sie sollen beruhigen und harmonisieren. Düfte sorgen für unterschiedliche Stimmungen und das entsprechende Raumklima - die Voraussetzung für jede Behandlung. Düfte wirken auf das limbische System, einen der ältesten Teile unseres Gehirns. Es spielt eine wichtige Rolle beim Entstehen von Gefühlen und kann Assoziationen wecken.

    So gelingt es, durch einen Duft eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen und uns zu inspirieren. Düfte regen die Produktion von körpereigenen Endorphinen und glücksbringendem Serotonin an. Sie vermitteln Lebensfreude und sie harmonisieren, aphrodisieren, regen an, steigern die Schöpferkraft und Aufnahmebereitschaft, machen locker und geben manchmal den Impuls zur Entspannung.

    Unser Geruchssinn, wohl der empfindlichste unserer Sinne, ist direkt mit unserem Wohlbefinden verbunden. Mit ihm sammeln wir im Laufe unseres Lebens viele Dufterfahrungen, die Erinnerungen und Gefühle wecken, wenn sie erneut in unsere Nase steigen. Das gelingt uns, weil wir ca. 400 verschiedene Duftrezeptoren besitzen, die eine innere Verwandtschaft zu natürlichen Düften haben.

     

    Wissenschaftlich belegt

    Inzwischen haben Düfte und Aromen einen festen Platz in der Kosmetikbehandlung. Vorbei ist die Zeit, in der die Aromatherapie noch als Esoterik belächelt wurde. Mittlerweile gibt es wissenschaftliche Belege für ihren Nutzen. So wurde ein kleines sensibles Feld in der Nasenscheidewand entdeckt, das feinste Düfte, Pheromone, wahrnimmt und als Signale in unser limbisches System weiterleitet. Dort regen sie die Produktion von Neurotransmittern an, die für unsere Gefühle zuständig sind und das vegetative Nervensystem steuern. Über die Hypophyse wird die Hormonausschüttung angeregt. Je reiner ein Aromaöl, umso effektiver wirkt es.

    Um ätherische Öle (aus Blättern, Blüten, Früchten, Wurzeln, Zweigen), Pflanzenauszüge oder Extrakte richtig anzuwenden, muss man ihre Wirkungsweise kennen. Sie können über Haut und Atemwege oder über den Mund aufgenommen werden. Bei Gesichts- und Körperbehandlungen gelangen ätherische Öle über die Haut bzw. die Poren in die Blut- und Lymphbahnen. Werden Öle in der Hautpflege eingesetzt, so sind sie mit Trägerölen wie süßem Mandel-, Sesam-, Nachtkerzen-, Aloe-Vera-, Aprikosen- oder Pfirsichkern-, Avocado-, Weizenkeim-, Oliven- und Sojaöl zu mischen. Da Trägeröle leicht oxidieren, sollten sie erst direkt vor dem Gebrauch angemischt werden.

     

    Hier riecht´s gut!

    In der Kosmetik werden Raumdüfte wirkungsvoll eingesetzt. An einem Ort, der gut riecht, halten wir uns gerne auf - die Basis für jede Behandlung. Soll jedoch der Behandlungsraum oder gar das gesamte Institut beduftet werden, muss die Auswahl des Dufts wohl überlegt sein. Düfte verleihen einem Raum nicht nur Frische, sie verbreiten eine besondere Atmosphäre und sind in der Lage, beim Gast Assoziationen zu erzeugen. Je nachdem, welche Düfte eingesetzt werden, kann die Wirkung zum Beispiel anregend, reinigend, beruhigend oder sinnlich sein.

     

    Welcher Duft wirkt wie?

    Düften oder Duftessenzen werden unterschiedliche Wirkungen nachgesagt. Einige wirken stimmungsaufhellend, andere beruhigen die Nerven, manche helfen bei Stress, Kopfschmerzen, Muskelbeschwerden, Ängsten, Depressionen u.v.m. Belebend und erfrischend wirken beispielsweise Bergamotte, Zitrone, Mandarine und Melisse. Die Stimmung hellen Bergamotte, Citronella, Zitrone, Minze, Orange, Mandarine, Grapefruit, Jasmin, Melisse, Ylang-Ylang auf. Pfefferminze stimuliert das Nervensystem, fördert die Konzentration und hilft bei Kopfschmerzen. Zu einem klaren Kopf verhelfen neben Pfefferminze auch Zitrone und Eukalyptus. Entspannend und beruhigend wirkt Kamillenöl. Rosenöl regeneriert, belebt, gleicht aus, adstringiert und harmonisiert. Bei Stress helfen Grapefruit, Patscouli, Sandelholz und Orangenblüten. Bei Nervenanspannung beruhigen Anis, Jasmin oder Lavendel. Energieblockaden bauen Ylang- Ylang, Patschuli und Sandelholz ab. Sandelholz vermittelt außerdem Gelassenheit. Die Öle von Zedern, Wacholder und Ysop geben Körper und Geist die nötige Power. Moschus und Amber zählen zu den bekanntesten der aphrodisierenden Duftnoten. Moschus verbindet sich sehr gut mit der Haut und entwickelt dabei eine anziehende Wirkung. Amber riecht weich und warm, hat aber auch eine markante Note, die an Tabak erinnert. Aufgetragen auf den Nacken, entfaltet es eine sehr sinnliche, emotionale Wirkung. Zimtöl baut Energieblockaden ab und vermittelt gute Laune. Lemongras regt an. Neroli soll die Hautalterung verlangsamen und das Zellwachstum anregen. Weihrauch wirkt ausgleichend und fördert die Konzentration. Lavendel und Moschus und Amber zählen zu den bekanntesten der aphrodisierenden Duftnoten. Moschus verbindet sich sehr gut mit der Haut und entwickelt dabei eine anziehende Wirkung. Amber riecht weich und warm, hat aber auch eine markante Note, die an Tabak erinnert. Aufgetragen auf den Nacken, entfaltet es eine sehr sinnliche, emotionale Wirkung. Zimtöl baut Energieblockaden ab und vermittelt gute Laune. Lemongras regt an. Neroli soll die Hautalterung verlangsamen und das Zellwachstum anregen. Weihrauch wirkt ausgleichend und fördert die Konzentration.

    Lavendel entspannt und hat sich bei Stress, Haut-, Atemwegs- und Schlafbeschwerden bewährt. Eine Massage mit Lavendelöl und süßem Mandelöl soll die Atemfrequenz vertiefen, Stress reduzieren, beruhigen und den Schlaf fördern.

     

    Raumdüfte

    Düfte und Duftessenzen für die Beduftung von Räumen gibt es als Sprays, Räucherstäbchen, Raumduftstäbchen, Raumduftdiffuser mit Holzstäbchen, Duftkerzen, -lampen und -schalen. Beliebt sind auch Diffuser mit Ultraschalltechnologie. Sie werden mit Wasser und einigen Tropfen Duftöl befüllt. Aus dem Gemisch entsteht ein feiner Nebel, der sich im Raum verteilt und nicht nur seinen persönlichen Duft verbreitet, sondern gleichzeitig die Luft reinigt. Der Duft wird hier durch Kaltverdunstung freigegeben.

     

    Dieser Artikel stammt von Christiane Laszig und wurde bereits am 21.04.2016 auf beauty-forum.com veröffentlicht. 

  • Microneedling Augenpartie
    Foto: Antonia Wollner

    An der sensiblen Augenpartie zeigen Stress, Schlafmangel, unzureichende Pflege oder ungünstige genetische Veranlagung am schnellsten Ihre negativen Auswirkungen. Viele Kunden wünschen sich eine effektive Behandlung dieser Problemzone und stellen die Kosmetikerin damit vor eine Herausforderung. Die meisten wirkungsvollen apparativen Behandlungen müssen die Augenpartie komplett aussparen oder es darf nur mit Abstand zum Auge behandelt werden.

    Das Microneedling mit elektrisch betriebenem Handstück kann hier eine Lösung bieten. Die Anwendung regeneriert die Haut sichtbar und tiefgreifend von innen heraus. Behandelt wird direkt unterhalb und seitlich des Auges sowie auf dem unbeweglichen Lid. Ein elektronisch gesteuertes Needlinghandstück wird mit einem Einwegaufsatz bestückt, dessen Spitze mit feinen Nadeln versehen ist. Die Nadeln bewegen sich voll automatisiert auf und ab, ähnlich einem Stempel. Sie perforieren die Haut und schaffen während nur einer Behandlung Tausende von Mikrokanälen. Dies übt einen Schlüsselreiz auf die Eigenregeneration der Haut aus und ihre Wundheilungsprozesse werden in Gang gesetzt. Hoch dosierte Wirkstoffe können direkt und gleichmäßig in die Haut gelangen und ihre Wirkung dort entfalten, wo es darauf ankommt: in den tieferen Hautschichten.

     

    Zur Wirkung auf die Augenpartie gehören:

    • Stimulation der Kollagensynthese, Aufbau und Regeneration des Bindegewebes,

    • Reduktion von Falten,

    • direktes Einbringen von Wirkstoffcocktails verstärken den Effekt,

    • Stimulation der Zellteilung,

    • Einleitung der Hautregeneration,

    • Gefäßrekonstruktion,

    • Förderung der lokalen Durchblutung.

     

    Nebenwirkungen

    Während und nach der Behandlung kommt es, je nach Empfindlichkeit der Haut, in den meisten Fällen zu einer Rötung (Erythem). Diese steigt mit zunehmender Stichfrequenz (Anzahl der Stiche pro Sekunde) und Stichtiefe und klingt in der Regel einige Stunden bis 1-3 Tage nach der Behandlung wieder ab. Zudem kann es zu vorübergehenden Schwellungen sowie zu einer Schuppung der Haut einige Tage nach der Anwendung kommen. Daher empfiehlt sich für berufstätige Kunden eine Behandlung vor dem Wochenende (donnerstags/freitags)

     

    Behandlungsablauf

    Schritt 1: Reinigen Sie die Augenpartie gründlich mit einem milden Reinigungsschaum oder -gel ab (keine rückfettenden Produkte wegen der anschließenden Verwendung von wasserlöslichen Wirkstoffcocktails).

    Schritt 2: Legen Sie Einweghandschuhe an und desinfizieren Sie die Handschuhe und die Haut im Behandlungsbereich.

    Schritt 3: Stellen Sie die Stichfrequenz am Gerät/Handstück ein. Die Stichfrequenz gibt an, wie viele Male pro Sekunde die Nadeln in die Haut gestempelt werden. Je höher die Stichfrequenz, desto mehr Mikrokanäle werden geschaffen und desto mehr Wirkstoff kann aufgenommen werden.

    Schritt 4: Tragen Sie den Wirkstoffcocktail unterhalb und seitlich des Auges auf. Stellen Sie eine niedrige Stichtiefe ein (ca. 0,25-0,5 mm, je nach Empfinden des Kunden). Spannen Sie die Haut zwischen zwei Fingern und ziehen Sie sie nach unten. Beginnen Sie zunächst weiter vom unteren Augenlid entfernt und arbeiten Sie sich in waagerechten Linien ohne Druck bis an den Rand des Lids vor. Achten Sie darauf, dass das Serum nicht in das Auge Ihres Kunden gelangt. Durch den mechanischen Reiz kann es zu einem Tränen der Augen kommen.

    Schritt 5: Tragen Sie den Wirkstoffcocktail auf das unbewegliche obere Augenlid und seitlich des Auges auf. Spannen Sie die Haut zwischen zwei Fingern und ziehen Sie sie nach oben. Beginnen Sie zunächst auf der Augenbraue und arbeiten Sie sich in waagerechten Linien ohne Druck bis zum Übergang zum beweglichen Lid vor (nicht auf dem beweglichen Lid arbeiten). Achten Sie darauf, dass das Serum nicht in das Auge Ihres Kunden gelangt. Durch den mechanischen Reiz kann es zu einem Tränen der Augen kommen.

    Schritt 6: Ein Abreinigen der Haut unmittelbar nach dem Microneedling ist nicht nötig. Tragen Sie eine dem Hauttyp/ Behandlungsziel entsprechende kühlende Maske auf, z. B. mit Hyaluronan und Vitaminen für eine Anti-Aging- Anwendung oder Mäusedornextrakt für eine Anwendung bei "Augenschatten". Einwirkzeit 15-20 Min.

    Schritt 7: Tragen Sie ein, dem Hauttyp/ Behandlungsziel entsprechendes Serum und eine abschließende Pflege auf. Ein zusätzlicher Sonnenschutz ist auch als Heimpflege empfehlenswert.

     

    Dauer und Kosten

    Die Behandlung dauert ca. 45 Minuten und der Preis liegt je nach Lage/ Konzept des Instituts und verwendeten Wirkstoffen bei ca. 59-79 €. Es empfiehlt sich eine Kur von ca. 3-6 Behandlungen.

     

    Wirkungsvolle Kombinationen

    Für eine intensive Regeneration der Haut kann die Microneedlingbehandung an der Augenpartie mit weiteren apparativen Methoden kombiniert werden. Bitte beachten Sie, dass die Geräte nicht unmittelbar am Auge/Augenlid angewendet werden dürfen!

    Beispiele: Muskelstimulation (EMS) vor dem Microneedling, um mimische Falten (Krähenfüße) zu behandeln und die Durchblutung anzuregen. Iontophorese, Elektroporation/Mesoporation nach dem Microneedling, um zusätzliche Wirkstoffe in tiefere Hautschichten einzuschleusen. Ultraschall nach dem Microneedling, um zusätzliche Wirkstoffe in tiefere Hautschichten einzuschleusen, Schwellungen zu reduzieren (in Richtung des Lymphflusses arbeiten) und die Regeneration der Haut zu unterstützen. Radiofrequenz vor dem Microneedling, um die Augenpartie zusätzlich zu straffen

  •  

    Eigentlich wollte Iris Kuzman Medizin studieren. Da für dieses Studium die Aufnahmebedingungen besonders hoch sind, musste sie auf einen Studienplatz warten. Während dieser Zeit beschäftigte sich Iris Kuzman viel mit ihren Hobbys: Kosmetik, Massagen und ätherischen Ölen. Immer mehr interessierte sie sich für die Ausbildung zur Kosmetikerin – sie spürte, dass die Kosmetik ihre Berufung ist: „Viele Leute, auch meine Eltern, waren von meiner Idee, Kosmetikerin zu werden, nicht überzeugt. Das ermutigte mich jedoch nur noch mehr.”

    2010 eröffnet sie ihr Institut „Auszeit”. Am Anfang war es schwierig für Iris Kuzman. Sie musste große Investitionen tätigen, vor allem in Apparate: „Die Selbstständigkeit ist hart. In den ersten Jahren muss man kämpfen. Das hält man nur durch, wenn man seinen Beruf liebt.” Und das tut Iris Kuzman. Ihre Kunden kommen zu ihr nicht nur, um Hautprobleme zu behandeln, sondern auch um abzuschalten und dem Alltag zu entfliehen: „Der Beruf Kosmetikerin ist heute viel mehr als nur ‚cremen’. Eine Kosmetikerin ist gleichzeitig auch eine Freundin, Psychologin und Beraterin.”

    Mit ihren vier Angestellten versteht sich Iris Kuzman ausgezeichnet. Harmonie in ihrem Team ist ihr besonders wichtig. Der Tag im Institut beginnt darum oft mit einem gemeinsamen Kaffee mit den vier Angestellten. Beim Frühstück bereitet sich Iris Kuzman gedanklich auf ihre Kundinnen vor: „Am Anfang des Tages weiß ich schon, wie er enden wird.” Langweilig wird ihr trotzdem nicht. Damit sie als Inhaberin alles unter einen Hut bekommt, nimmt sie selbst eine beratende Funktion im Institut ein. Wichtig ist es ihr, in die Tiefe zu gehen. Darum hat sie eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin sowie zum Burn-out-Coach gemacht. „Falsche Ernährung und Stress sind oft Auslöser für Hautprobleme. Kosmetik, Ernährung und Lebensstil gehen Hand in Hand.”

    Iris Kuzman versucht, bewusst zu arbeiten und mit Liebe zum Kunden. Sie weiß, dass man nicht immer perfekt sein kann. Erfolg hat sie, indem sie sie selbst bleibt und den Kunden zuhört. „Mein Geschäft ist mein Kind. Ich bin froh, meine Berufung gefunden zu haben!”

  • Foto: © Sergey Novikov/Shutterstock.com

    Es gibt Dinge, die tunen uns in Sachen Aussehen von 0 auf 100. Make-up-Artist Peter Schmidinger verrät uns, welche Beautymaßnahmen jede Frau sofort attraktiver machen.

    Betonte Augenbrauen

    Oft erwähnt, mindestens genauso oft beim Make-up vergessen: Die Augenbrauen geben dem Gesicht einen Rahmen. Deshalb sollten sie unbedingt betont werden! Aber bitte niemals einfach einen Strich ziehen; es gibt viele Möglichkeiten, die Brauen auf natürliche Art zu optimieren. Das Gesicht verändert sich sofort! Auch eine goldene Regel: Die Braue sollte sich nach außen hin heben: 2/3 Anstieg 1/3 Auslauf.

     

    Rouge – richtig platziert!

    Nicht viel, aber richtig! Unter den Wangenknochen aufgetragen, gibt Rouge einer Gesichtsform mehr Kontur. Auf den Wangenkochen aufgetragen softet es die eigene Gesichtsform ab. Wenn man dann noch zusätzlich den Haaransatz abschattiert, wirkt das Make-up ganz natürlich.

     

    Mascara

    Ein Auge ohne Mascara wirkt nackt. Wer Mascara vom Wimpernansatz zur Wimpernspitze mit Zick- Zack-Bewegungen aufträgt, schafft dadurch fast schon einen kleinen Lidstrich und damit eine deutliche Wimpernverdichtung. Das sorgt für ordentlich Sexappeal!

     

    Eine gute Foundation

    Wenn eine Foundation zum Hautbild und zum Lebensstil der Kundin passt, ist sie perfekt. Sie deckt genau so viel ab, wie die Kundin ich es möchte und lässt den Teint schimmern. Für ein professionelles Make-up unerlässlich!

     

    Pflege, Pflege, Pflege

    Man kann es nicht oft genug sagen: die Pflege ist das Allerwichtigste! Für mich gibt es keinen Tag ohne Ampullen! Sie sind Wirkstoffbooster für die Haut. Denn das Make-up sollte das natürliche Strahlen der Haut zur Geltung bringen und nicht einen müden Teint überdecken.

     

    Eine starke Persönlichkeit

    „Die Schönheit einer Frau beginnt in dem Moment, in dem sie sich entscheidet, sie selbst zu sein“ – das wusste schon Coco Chanel. Darum sollte ein Make-up immer die Persönlichkeit der Frau respektieren und sie reflektieren.

     

    Ein Lächeln auf den Lippen

    Der einfachste Trick überhaupt: Vor den Spiegel stellen und selbst ausprobieren. Wer sich mag, den mag auch sein Gegenüber. Man sollte fest an seine eigene Aura glauben.

     

    PETER SCHMIDINGER

    Er stylt Stars wie Nicole Kidman und Heidi Klum und ist seit über 20 Jahren eine feste Größe in der internationalen Make-up Szene. Er ist außerdem als Chefvisagist von Babor Cosmetics tätig.

  • Foto: Mathis Beutel

    Welche apparativen Anwendungen auch 2017 angesagt sind, verrät Antonia Wollner. Die Expertin für apparative Kosmetik stellt am 10. Januar um 20.15 Uhr verschiedene Technologien mit Praxisbeispielen und -bildern vor, die für das ersehnte ""Mehr"" an Effekten sorgen. Positionieren Sie sich als zukunftsfähiges Institut!
     

  • Foto: © Iakov Filimonov/Shutterstock.com

    Als Kosmetikerin stehen Sie im ständigen Dialog mit Ihren Kunden. Vermutlich ist der enge Kundenkontakt, das Arbeiten mit Menschen, sogar einer der Hauptgründe, weshalb Sie Ihren Beruf so lieben. Doch gerade darin liegt auch ein mögliches Risiko – denn Sie müssen zu jeder Zeit präsent sein.

    Wenn beispielsweise eine Kundin ihr Institut betritt, während Sie gerade in eine Tätigkeit vertieft sind, so gelingt es Ihnen vielleicht manchmal nicht, der Kundin vom ersten Augenblick an die Ihr gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Sie sehen sie nicht sofort an, wenden sich ihr nicht unmittelbar zu und schenken Ihrer Kundin ausnahmsweise nicht Ihr sonst so strahlendes Lächeln.

    Doch auf genau diese Details kommt es an, denn Sie möchten Ihrer Kundin nicht etwa signalisieren, dass sie störe, sondern vielmehr, dass sie Ihnen herzlich willkommen ist. Achten Sie also stets darauf, sich Ihren Kunden mit einer offenen, freundlichen Haltung zu präsentieren. Drücken Sie nicht nur mit Worten aus, wie sehr Sie Ihre Kunden schätzen, sondern unterstützen Sie diese Aussage durch Ihre Ausstrahlung.  

    Diese Tipps sind dem Artikel "Ohne Worte" unserer Autorin Ingrid Breyer entnommen. Der Artikel wurde in der BEAUTY FORUM Ausgabe 1/2017 auf den Seiten 102-103 veröffentlicht.

    Lesen Sie auch, wie Sie die Körpersprache Ihrer Kunden richtig interpretieren und dieses Wissen zu Ihrem Vorteil nutzen

  • Foto: © Kovalchynskyy Mykola/Shutterstock.com

    Einer der wichtigsten Schlüssel zum Erfolg als Kosmetikerin liegt in der Interaktion mit Kunden. Sie möchten, dass Ihre Kunden mit Ihren Behandlungen zufrieden sind. Um diese Zufriedenheit zu erreichen, müssen die Ergebnisse Ihrer Behandlung die Erwartungen der Kunden erfüllen. Doch diese Erwartungen sind oft gar nicht so leicht zu erahnen. 

     

     

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  • Foto: Shutterstock.com/Anna Sedneva

    Erst eins ...

    WÄRMENDES NELKENÖL

    Bei den Gewürznelken handelt es sich um die getrockneten Blütenknospen des immergrünen Gewürznelkenbaumes. In Europa werden sie fast nur für Süßspeisen, und dann zumeist in Verbindung mit Zimt, eingesetzt. Gewürznelken wirken entzündungshemmend, antibakteriell, schmerzlindernd, verdauungsfördernd und belebend. Die Anwendung in der Zahnmedizin ist weithin bekannt. Nelkenöl findet auch in der Parfümherstellung als starker würziger Duftbestandteil Verwendung. Vorschlag für ein wärmendes Fußbad, z.B. als Auftakt für eine winterliche Kosmetikbehandlung: jeweils 2 Tropfen ätherisches Nelken- und Thymianöl in eine Tasse Milch oder Sahne geben und dem Fußbadewasser zufügen (nicht bei empfindlicher Haut geeignet). Achtung: Aufgrund der krampflösenden Wirkung darf Nelkenöl nicht in der Schwangerschaft angewendet werden.

     

    dann zwei ...

    BESÄNFTIGENDER VANILLEDUFT

    Der samtig weiche, wärmend umhüllende Vanilleduft ist bei Kosmetikprodukten sehr beliebt. Als die Spanier die echte Vanille auf ihren Eroberungszügen kennenlernten, nannten sie die Orchidee sogar die "Königin der Gewürze". Ablauf Vanille-Körperbehandlung: - Beduften Sie den Behandlungsraum mit ätherischem Vanilleöl. - Begrüßen Sie die Kundin mit einem Rooibos-Vanilletee oder einer Vanille-(Mandel-) Milch. - Führen Sie ein Körperpeeling aus feinem Meersalz und Mandelöl, dem Sie ein wenig ätherisches Vanilleöl beifügen, durch. Lösen Sie die Salzkristalle mit feuchten Händen langsam auf. Die Reste nehmen Sie mit warmen Kompressen ab. - Führen Sie eine Ganzkörpermassage mit einer duftenden Vanille- Massagekerze oder einer Vanille- Bodybutter durch. - Lassen Sie die Kundin zugedeckt 10 Minuten bei Entspannungsmusik nachruhen. - Bieten Sie beim Abschlussgespräch eine kleine Handvoll Vanillemandeln an.

     

    dann drei ...

    AUFHELLENDES ORANGENAROMA

    Das Duftprofil von ätherischem Orangenöl wird als ausgleichend und stimmungserhellend beschrieben. Das Öl soll Lebenslust und Energie vermitteln. Deshalb passt dieser Duft wunderbar in die dunkle Jahreszeit. Vorschlag für ein Massage-/Badeöl mit ätherischem Orangenöl: - Geben Sie in 50 ml Trägeröl (z.B. Mandel- oder Sonnenblumenöl) circa 10-12 Tropfen hochwertiges ätherisches Öl (z.B. 6 Tropfen Orange mit 4 Tropfen Vanille und 1-2 Tropfen Rose) und vermengen Sie das Ganze gut. Das Öl ist sofort einsatzbereit und muss nicht ziehen. - Führen Sie vor der Gesichtsbehandlung mit dieser Ölmischung eine entspannende Rückenmassage durch. Tipp: Soll das Öl für ein Aromabad eingesetzt werden, muss als Emulgator noch ein wenig Honig, Sahne oder Milch zugegeben werden.

     

    dann vier ...

    AUSGLEICHENDER WEIHRAUCH

    Das ätherische Weihrauchöl wird aus dem Harz des Balsambaumes (Boswellia serrata) gewonnen und dient schon seit Jahrtausenden als Räucher- und Heilmittel. Auf den Körper wirkt Weihrauchöl beruhigend und ausgleichend. So kann es besonders gut bei gereizter und unruhiger Haut eingesetzt werden. Vorschlag für ein spezielles Gesichtsöl: - Mischen Sie je 3 ml Granatapfelsamen-, Wildrosen- und Weizenkeimöl mit einem Tropfen Sanddornfruchtfleischöl und 1 Tropfen ätherischem Weihrauchöl. - Tragen Sie dieses kostbare Pflegeöl im Rahmen einer Gesichtsbehandlung z.B. nach der Feuchtigkeitsampulle sparsam auf die Gesichtshaut auf und klopfen es sanft ein. - Zum Abschluß eignet sich eine

  • Institut Hautnah Braunschweig
    Foto: Andrea Könecke

    Behandeln & Begeistern - Durchhaltevermögen zahlt sich aus: Was mit einem 45 m² kleinen Geschäft begann, ist heute ein 110 m² großes Institut. Andrea Könecke arbeitet seit 18 Jahren als selbstständige Kosmetikerin. In ihrem Institut "Hautnah - Institut für Ästhetische Kosmetik" hat sie ihre Traumvorstellungen verwirklicht.

  • Veganer Trend - Gesellschaftswandel

    Foto: Mayleen Eraerts/www.may-beauty.de

    Keine Buchhandlung ohne vegane Kochbücher, vegane Modelabel, die wie Pilze aus dem Boden sprießen, und Hollywoodstars, die den veganen Lifestyle zelebrieren – so mancher „Nicht-Veganer“ ist genervt und hofft, dass der Boom möglichst bald ein Ende findet.

    Doch auch wenn es viele „Me-too-Veganer“ gibt, scheint sich der Trend zu einer Bewegung auszuweiten. Nach Angaben des VEBU ernähren sich in Deutschland rund eine Million Menschen vegan und laut Schätzungen kommen täglich 200 Veganer dazu. Dieser Zuwachs macht sich auch wirtschaftlich bemerkbar:
    Laut Analyse des Instituts für Handelsforschung (IFH) Köln erzielten Veggieprodukte im Jahr 2015 in Deutschland einen Umsatz von 454 Millionen Euro. Insbesondere junge Menschen interessieren sich für vegane Alternativen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die ersten rein veganen Kosmetikstudios vorzugsweise in größeren Städten mit hohem Studentenanteil eröffneten.

    Doch auch außerhalb urbaner Zentren wecken tierfreie Angebote Interesse und können (Neu-)Kunden anlocken. Für ein veganes Schnupperangebot muss nicht gleich das ganze Studio in einen veganen Tempel verwandelt werden – ein- oder zwei vegane Beautybehandlungen im Programm genügen für einen Testlauf. Schließlich werden auch in Restaurants vegane Alternativgerichte gerne mal von „Nicht-Veganern“ bestellt, denn Genuss mit gutem Gewissen sorgt für doppelte Freude!

  • Waxing Probleme
    Foto: Aylin Kizilkaya

    Bei Arzneimitteln ist die Verpflichtung zum Beipackzettel schon seit vielen Jahren gegeben. Im Einzelnen müssen bestimmte Angaben dort enthalten sein. Unter anderem eine Aufzählung von Informationen wie Nebenwirkungen und Wechselwirkungen. Müssten wir vor der Haarentfernung nicht genau so einen "Beipackzettel mit Risiken" auch unseren Kunden mitgeben oder noch besser vor der ersten Behandlung den Kunden über die Risiken gut aufklären? Dazu können wir eine Kundeninformation verwenden. Diese enthält alle wichtigen Informationen, die relevant sind für die Haarentfernung. In der Kundeninformation wird auf mögliche Hautreaktionen hingewiesen und Empfehlungen für die 24 Stunden nach der Haarentfernung gegeben.

    Hautreaktionen

    Hautreaktionen nach der Depilation sind selten, können aber trotz sorgfältiger Beratung vorab und professionellem Arbeiten mit hochwertigen Produkten vereinzelt vorkommen. Bestimmte Faktoren begünstigen unerwünschte Reaktionen nach der Haarentfernung. Nimmt der Kunde beispielsweise blutverdünnende Medikamente, kann es sehr schnell zu Hämatomen kommen. Hat er eine erhöhte Tendenz zu Entzündungen, ist das Risiko, dass er nach der Haarentfernung an den enthaarten Stellen Entzündungen bekommt, erhöht. Mancher Kunde kann allergisch auf die Inhaltsstoffe reagieren. Im Flaumhaarbereich wie z.B. der Wange kommt es erfahrungsgemäß häufiger zu Hautreaktionen. Es gibt Areale, in denen es häufig bzw. eher sehr selten zu Hautreaktionen kommt. Viel häufiger als allergische Reaktionen entstehen bakterielle Infekte. Folgende Hautreaktionen können auftreten:

    Häufig: eitrige Pickel im Bereich von Oberlippe, Wange oder Rücken (bei Männern) ca. drei bis vier Tage nach der Depilation.

    Gelegentlich: eingewachsene Haare im Intim-, Unterschenkelbereich.

    Selten: allergische Reaktionen mit Quaddelbildung an den enthaarten Stellen. Häufig stellen sich beim Auftreten von Hautreaktionen Kosmetikerin und Kunden die Frage, ob unhygienisch oder "falsch" gearbeitet wurde.

     

    Bakterielle Hautreaktionen

    Würden wir einen Kunden in einem sterilen Raum mit komplett sterilen Materialien enthaaren, so könnte er trotzdem Entzündungen bekommen. Jede Haarentfernung belastet die physiologische Flora der Haut. Eine gesunde Haut regeneriert sich binnen ein paar Stunden. Schafft es die physiologische Flora nicht, sich zu stabilisieren, können sich in der Talgdrüse Bakterien vermehren, die wir dann ein paar Tage später als Pusteln auf der Haut erkennen. Eine Desinfektion der Haut vor der Behandlung und ein hygienischer Arbeitsplatz minimieren das Risiko, entschärfen es aber nicht komplett. Der Kunde bleibt ja nicht in dem sterilen Raum. Er geht zurück nach Hause. Was der Kunde dort macht, entzieht sich unserer Kontrolle. Würde er zu Hause zu ölhaltige Produkte auftragen, die die Haut durch übermäßiges Schwitzen belasten, könnten Hautreaktionen die Folge sein.

     

    Allergische Hautreaktionen

    Allergische Reaktionen der Haut können materialabhängig sein. Mancher Kunde reagiert auf die Inhaltsstoffe im Wachs. Auch bei der Haarentfernung mit Zuckerpaste kennt man Hautreaktionen. Es gibt allerdings auch materialunabhängige allergische Hautreaktionen. Manche Depiladora weiß aus Erfahrung, dass es manchmal Kunden gibt, die auf Zuckerpaste, Wachs und auch auf die Fadentechnik gleichermaßen reagieren. Hier reagiert die Haut sozusagen allergisch auf die Haarentfernung selbst. Unmittelbar nach der Haarentfernung entstehen Quaddeln, Hitzegefühl und Juckreiz.

    Hauptallergene bei der Depilation mit Wachs:

    Kolophonium: ein natürliches Harz, das aus dem Balsam von Koniferen hergestellt wird. Es kommt - meist verborgen - in zahlreichen alltäglich gebrauchten Materialien vor. Die Möglichkeit einer Kontaktallergie ergibt sich beim Gebrauch von kollophoniumhaltigem Wachs. Moderne hochwertige Wachse ermöglichen eine Haarentfernung ohne Kollophonium.

    Bienenwachs: Cera alba gehört zu den Kontaktallergenen. wenn sich eine Bienenwachsallergie manifestiert, treten Minuten, Stunden oder gar Tage nach dem Auftragen eines bienenwachshaltigen Produkts starker Juckreiz und Schwellungen auf. Es gibt auf dem Markt seit diesem Jahr vegane Haarentfernungswachse ohne den Inhaltsstoff Bienenwachs.

    Duft- und Farbstoffe: Zum Problem werden Düfte und Farbstoffe für Menschen, die allergisch auf einen oder mehrere Stoffe reagieren. Bei diesen Kunden kann man an einer Stelle am Körper einen Probestreifen auftragen und die Verträglichkeit vor der eigentlichen Depilation testen.  

    Zitronensäure: Eine Allergie auf Zitronensäure ist relativ selten. Die Zitronensäure ist in verschiedenen natürlichen Quellen wie etwa Zitrusfrüchten, aber auch in vielen Zuckerpasten enthalten. Jedoch ist das Risiko der Allergie bei einem kurzen Hautkontakt niedrig einzuschätzen. Für Allergiker gibt es Zuckerpasten ohne Zitronensäure.

  • Ernährungsmythen
    Foto: CNC Cosmetic

    Gerade die Kombination aus verschiedenen Hautalterungszeichen stellt die Kosmetik vor eine Herausforderung. In unserer schnelllebigen Gesellschaft muss möglichst ein Produkt allen Zeichen der Hautalterung entgegenwirken. Folgende Wirkstoffe lassen sich gut kombinieren und führen, nach regelmäßiger Anwendung, zu einem sichtbaren Erfolg.

     

    Einsatz in der Kosmetik

    Ein moderner Klassiker der dermazeutischen Wirkstoffe stellt die Hyaluronsäure dar. Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff und zählt chemisch zu den sogenannten Glykosaminoglykanen. Glykosaminoglykane sind saure Mehrfachzucker und ein wichtiger Bestandteil der extrazellulären Matrix des Bindegewebes. Hyaluronsäure ist jedoch auch zu einem großen Teil in der Epidermis zu finden. Bedingt durch ihre chemische Struktur kann sie ein Vielfaches ihres eigenen Gewichtes an Wasser speichern und zählt mit zu den wichtigsten Feuchthaltefaktoren im menschlichen Körper. Diese Eigenschaft macht sich auch die Kosmetik zunutze. Wird Hyaluronsäure großmolekular eingesetzt, versorgt sie die äußerste Hautschicht, das Stratum corneum, mit Feuchtigkeit und polstert so kleine Fältchen optisch sofort auf. Wird sie in kleiner Form, in sogenannten Hyaluronsäurefragmenten eingesetzt, kann sie tiefer in die Epidermis penetrieren und so die Haut von unten her mit Feuchtigkeit versorgen. Darüber hinaus werden Hyaluronsäurefragmente in der modernen Kosmetik auch als Transportmittel eingesetzt, um weitere Wirkstoffe tiefer in die Haut zu bringen.

    Um dem Elastizitäts- und Konturverlust der Haut entgegenzuwirken, stehen der dermazeutischen Kosmetik Zellregulatoren zur Verfügung. Bei diesen Wirkstoffen handelt es sich häufig um Peptide, die die Synthese der dermalen Zellen anregen. Sie sorgen beispielsweise für straffe Konturen durch Anregung der hauteigenen Elastinsynthese. Eine kosmetische Studie an 26 Frauen im Alter von 54 bis 75 Jahren hat gezeigt, dass beim Einsatz eines Lipopeptides bereits nach vier Wochen die Haut fester war und der Konturverlust gemindert wurde. Auch in einer In-vitro-Studie (an Hautzellen) konnte nachgewiesen werden, dass mithilfe eines Lipopeptides die Quantität von Elastin in den Fibroblasten steigt.

    Ein weiterer Hightechwirkstoff der dermazeutischen Kosmetik ist Geranylgeranylpropanol (GGP). Er dringt in die Hautzellen ein und wirkt dort der Verkürzung der Telomere, der Endabschnitte der Chromosomen, entgegen. So wirkt GGP der biologischen Uhr, der sogenannten intrinsischen Hautalterung, entgegen. Darüber hinaus schützt GGP unsere Zellen vor oxidativem Stress und sorgt für eine optimale Mitochondrienaktivität in unseren Zellen. Ferner konnte in einer Untersuchung an Hautzellen eine Stimulation der Kollagen- und Hyaluronsäuresynthese nachgewiesen werden. In einer klinischen Untersuchung an 15 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 57,8 Jahren konnten die Ergebnisse aus dem Labor bestätigt werden. Nach einer 8-wöchigen Anwendung kam es zu einer sichtbaren Minderung der Tiefe und des Volumens der Falten. Verglichen wurden die Ergebnisse mit einem Placeboprodukt, welches über den gleichen Zeitraum angewendet wurde.

    Neuartige Wirkstoffe wie Salvia VB3 wirken dem Mechanismus der Glykation entgegen. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus chinesischem Salbei und Vitamin B3, auch bekannt als Niacin. Klinische Studien haben gezeigt, dass Salvia VB3 nachweislich durch Glykation geschädigte Kollagenfasern repariert, sodass sie ihre ursprüngliche Form und auch eine verbesserte Funktionalität wiedererlangen. Darüber hinaus wird nach einer 12-wöchigen Applikation die Gelbfärbung der Haut sichtbar gemindert, sodass sie ihre jugendliche Strahlkraft wiedererlangt.

    Diese Wirkstoffe, vereint in einer Anti- Age-Hautpflegecreme, ergeben eine ultimative Kombination für jugendlich aussehende Haut.

  • Ein beispielhafter Kundenfragebogen mit Kundeninformation zum Thema Waxing, den Sie mit Ihrer Kundin durchgehen sollten. Was beim Waxing zu beachten ist, welche Reaktionen erfolgen können und was im Zweifelsfall zu unternehmen ist.
  • Sehr effektiv hierbei sind Cremes, die den eigenen Hydrolipidfilm der Haut unterstützen wie z.B Cremes mit natürlichem Traubenkernöl. Auch Hautöle, die sich wie ein Schutzfilm um die Haut legen und die Feuchtigkeit speichern, sind sehr empfehlenswert.
    Nicht vergessen sollten wir die Lippen, die bei der Kälte sehr empfindsam sind. Sie besitzen keinen eigenen Talg und Schweißdrüsen, und können somit eigenständig keinen Schutzfilm bilden. Abhilfe schaffen Lippenpflegeprodukte, welche die Lippen mit einer Fettschicht umhüllt.
    Unterstützend zu den Cremes, sind Wirkstoffkonzentrate und Seren essentieller Bestandteil der Winterpflege.  Ein Hyaluronserum mit Mikro und Makro Hyaluronsäure zum Beispiel unterstützt den Feuchtigkeitsgehalt enorm indem es die Feuchtigkeitsdepots wieder auffüllt.
    Hyaluron wird eigens von der Haut  produziert, jedoch wird diese Funktion ab dem 25. Lebensjahr immer mehr reduziert, weshalb es von großer Bedeutung ist diese Produktion von außen zu unterstützen.
    Natürlich sollte man um die Haut vollends mit Feuchtigkeit zu versorgen reichlich Wasser zu sich nehmen. 
    Damit Creme und Serum optimal in die Haut eindringen können, sollten sie auch im Winter ihre Haut sanft reinigen und regelmäßig peelen.
    Im Winter empfehlen sich Reinigungsöle, die den Talg und Verunreinigungen auf der Haut binden und schonend entfernen ohne dass diese unangenehm ölig wirkt.
    Verzichten sollten Sie auf Gesichtswässer mit einem Alkoholanteil, welcher der Haut nur zusätzlich Feuchtigkeit entzieht.
    Empfehlenswert für die empfindsame Winterhaut sind leichte Fruchtsäure oder Enzymfeelings, welche ganz ohne Reibung abgestorbene Hautschüppchen von der Haut entfernen und diese somit optimal auf die nachfolgende Pflege vorbereitet.
  • Ernährungsmythen
    Foto: Ann Haritonenko/Shutterstock.com

    1 Mythos: Alkohol.

    Alkohol ist grundsätzlich schädlich für die Haut. Das stimmt zum Teil, insbesondere bei regelmäßigem Genuss und in größeren Mengen, da er giftig wirkt, Gefäße stark erweitert, fettige Hautekzeme fördert und zum Mangel an wichtigen Mikronährstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen führt, die wichtig für eine gesunde Haut sind.

    In kleinen Mengen kann besonders Rotwein auch günstig auf die Haut wirken, weil sekundäre Pflanzenstoffe, also u.a. Antioxidanzien, aus der Traube Entzündungen hemmen können und Alters- und Sonnenschäden reparieren helfen. Rotwein ist dabei effektiver als Weißwein. Nicht schwangeren Frauen ist pro Tag ein halbes Glas erlaubt, Männern ein ganzes Glas. Wer bis jetzt allerdings weder Rot- noch Weißwein trinkt, sollte damit jetzt auch nicht anfangen.

     

    2 Mythos: Schokolade.

    Es ist nicht die Schokolade direkt, die Pickel macht, aber der enthaltene Industriezucker. Er steigert einen Wachstumsfaktor in unserem Körper, der Insulin-like Growth Factor heißt und die Talgdrüsen stimuliert. Sie produzieren dann zu viel Talg, sodass Akne und fettige Haut entstehen. Ebenfalls Pickel fördernd sind Frischmilch, Weißmehl und gehärtete Industriefette, die in Fastfood, Chips, Keksen und industriellen Backwaren vorkommen.

     

    3 Mythos: exotisches Superfood.

    Superfood ist ein Marketingbegriff für Nahrungsmittel, die viele sehr gesunde Inhaltsstoffe auf einmal bieten. Besonders wertvoll für eine gesunde Haut sind Antioxidanzien, Hautschutzstoffe wie Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Spurenelemente, außerdem Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe. Viele schwören daher auf Goji, Chia und Acai. Mein besonderer Geheimtipp: Tomatenmark, grüner Tee, Walnüsse und Leinöl, Brokkoli, Avocado und viele mehr.

     

    4 Mythos: Lebensmittelfarbe.

    Manche Menschen entwickeln gegen Lebensmittelfarben Quaddeln und Juckreiz am ganzen Körper, Erbrechen, Durchfall und Kreislaufbeschwerden bis hin zum lebensbedrohlichen Schock. Die Symptome imitieren eine Allergie bis hin zum allergischen Schock. Dies liegt daran, dass derselbe Botenstoff Histamin ausgeschüttet wird. Bei der Lebensmittelfarbstoff- Unverträglichkeit aber ist das im Gegensatz zur Allergie eine Erkrankung ohne Beteiligung des Immunsystems. Man kann also auch keine Hyposensibilisierung dagegen durchführen, sondern muss die Stoffe für immer meiden.

  • Es folgen Zusatzinformationen zu unserem Artikel „Ab ins Paradies“ in BEAUTY FORUM 12, ab Seite 68. Renate Hermes, Group Spa Manager und Miteigentümerin von Duniye Spas, gibt verschiedene Tipps für die Kosmetikerin.
    Tipps für Kosmetikerinnen, die Wellnessangebote im Programm haben:

    Wellness bloß mit aufgestellten Buddhas und Zimmerspringbrunnen im Institut macht keinen Sinn! Diese Dekoelemente tragen lediglich zum Ambiente bei. Kundenservice ist das A und O! Es ist wichtig, die eigene Kundschaft genau zu kennen, um die Angebote den Wünschen entsprechend zu gestalten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Art und Weise, wie der Kunde den angebotenen Service erlebt und ob er sich aufgehoben fühlt. Ich sollte mich also fragen, welchen Mehrwert ich anbieten kann, z.B. Willkommensrituale mit Düften, Kopf- und Fußmassage. Aus Kundensicht kann das ein sehr entscheidender Faktor sein.

    Es gibt einen guten Markt für die Kombination von traditionellen Kosmetikinstituten (kombiniert mit Hightech-Treatments) und Wellnessangeboten. Aber das sollte gut geplant werden, z.B. mit einer Marktanalyse und einer genauen Zielsetzung. Wichtig ist ein Businessplan: Welche Einnahmen sind zu erwarten? Welche Beiträge sollen investiert werden? Das Angebot sollte mit meinen eigenen Interessen in Einklang stehen. Es macht keinen Sinn, Wellnessangebote einzuführen, nur, weil es gerade "in" ist. Ich muss 150%ig hinter dem Angebot stehen, eine Wellnessphilosophie haben und sie selbst leben. Das ist die Energie, die sich dann positiv auf den Kunden auswirkt und damit auf das Business. Bleiben Sie dabei immer authentisch! Tipps, wie man ein gutes Wellnessangebot aussucht und findet:

    Die Malediven sind immer empfehlenswert. Aber es gibt auch anderswo in Europa, den USA und Asien – hier vor allem in Thailand – interessante Reiseziele.
    Ausschlaggebend sind immer die Servicequalität, die Beratung und ob die zugrundeliegende Philosophie nachvollziehbar ist. Überprüfen kann man das zum Beispiel über die üblichen Bewertungsportale im Internet.
    Rufen Sie im Spa an und fragen Sie nach. Aus den Reaktionen des Ansprechpartners kann man nämlich schon viele Schlüsse ziehen. Wenn sich die Ansprechpartner Zeit nehmen und Fragen ausführlich beantworten, ist das ein gutes Zeichen. Tipps für Kundinnen, die in die Tropen fahren:

    Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor ist sehr wichtig.
    Insektenschutzmittel möglichst nur auf die Kleidung sprühen und nicht direkt auf die Haut.

    Probieren Sie im Urlaub keine neuen Produkte aus, sondern greifen Sie auf ihre gewohnte Pflege zurück. Auch apparative Kosmetikanwendungen wie Microneedling oder auch Haarentfernung mit Laser nicht mehr direkt vor dem Urlaub machen lassen, sondern besser schon einige Zeit davor.
  • Hände pflegen und professionell behandeln
    Foto: Adelheid Schramm

    Kaum eine Hautpartie wird so strapaziert wie die der Hände. Schmutz, Wasser und Chemikalien setzen ihnen täglich zu. Vor allem bei der Hausarbeit werden die Hände stark beansprucht. Geschirrwaschen, Gemüse und Obst putzen, Reparaturarbeiten, Umgang mit scharfen Putzmitteln und häufiges Händewaschen sind nur einige Gründe, warum die Haut besonders stark belastet ist. Hinzu kommt, dass der Handrücken weniger Talgdrüsen als die übrige Körperhaut und kaum Unterhautfettgewebe aufweist. Das macht die Haut an den Händen besonders empfindlich. Die Folge ist oft eine raue, juckende und schuppige Haut. Es bilden sich Risse und Schwielen, die Haut springt auf, die Nägel brechen ab oder werden dünn. Schlimmstenfalls entwickeln sich Ekzeme oder entzündliche Hautkrankheiten. Sind die Risse bereits schmerzhaft, bilden sich Bläschen oder juckt die Haut, sollte in jedem Fall ein Hautarzt um Rat gefragt werden. Sie können einiges gegen die Begleiterscheinungen der Hausarbeit an den Händen Ihrer Kunden tun.

     

    Ideenvielfalt

    Ein warmes Ölbad tut den Händen und Nägeln gut. Massieren Sie das verbleibende Öl nach dem Bad gut ein. Nehmen Sie Öle wie Avocadoöl oder Jojobaöl. Sind die Hände vom Obstund Gemüseverarbeiten stark verfärbt, ist eine Fruchtsäurebehandlungim Institut hilfreich. Je nach Anbieter werden die Behandlungen unterschiedlich durchgeführt. Fragen Sie bei Ihrer Depotfirma nach und lassen sich ein Treatment anbieten.

     

    Handpackungen

    Eine Handpackung ist schnell angerührt und kann bei fast jeder Behandlung (Fußpflege, Wimpernwelle, Kosmetikbehandlung usw.), die Sie anbieten, ganz nebenbei auf die Hände aufgetragen werden. So geht's: Die eingecremten Hände in Folie einwickeln, Frotteehandschuhe überstülpen und wirken lassen. Danach mit einem Papiertuch abnehmen. Handpackung mit Massage: Hier können Sie vor dem Auftragen der Packung eine sanfte Bürstenmassage mit einer weichen Bürste oder einem Luffahandschuh und/oder nach der Einwirkzeit eine Handmassage durchführen. Nach der Bürstenmassage wirkt eine Feuchtigkeitsampulle wahre Wunder.

    Handpackung mit Peeling und Paraffinbad oder Milch-Honig-Bad: Ein Peeling mit Körnern, die sich beim Aufemulgieren auflösen, sind hier sehr praktisch. Alternativ das Peeling sanft mit einem Waschhandschuh oder Tüchern entfernen. Nach dem Abnehmen die Hände mit einem Paraffinbad verwöhnen. Wer kein Paraffinhandbad anbieten möchte, kann ein schnell angerührtes warmes Milch-Honig-Bad anbieten. Putzen, waschen, bügeln, kochen - kommt eine Frau, die viel im Haushalt arbeitet, in Ihr Institut, sehnt sie sich nicht nur nach Pflege für ihre beanspruchten Hände. Sie kommt auch, um sich etwas Gutes zu tun. Sie will sich verwöhnen lassen! Daher sollten Sie ihr diese Auszeit so schön wie möglich gestalten. Richten Sie die Handpackungen, die Sie ihr zukommen lassen, deshalb liebevoll bis luxuriös an. Die Deko sollte man nach der Art der jeweiligen Handpackung gestalten.

     

    Handgymnastik

    Auch Handgymnastik gehört zur Handpflege. Obwohl die Hände ständig in Bewegung sind, führen wir oft die gleichen Bewegungen durch. Da werden Muskeln, Sehnen und Bänder und Gelenke überfordert, aber auch unterfordert. Führen Sie mit Ihrer Kundin eine Handgymnastik durch.

    Diese könnte z.B. so aussehen:

    - Hände kräftig ausschütteln, danach in beiden Richtungen kreisen.

    - Fäuste machen, öffnen und wieder schließen.

    - Jeden einzelnen Finger umfassen, kräftig ziehen und durchkneten.

    - Finger spreizen und einzeln in beiden Richtungen kreisen.

    - Die Zwischenräume der Sehnen am Handrücken in Richtung Unterarm sanft ausstreichen.

    - Klavierspielen in der Luft.

    Kreieren Sie Ihren eigenen Handgymnastikablauf. Schreiben Sie ihn auf schönes Papier, binden Sie eine Schleife oder ein Geschenkband darum und überreichen Sie diese kleine Aufmerksamkeit Ihrer Kundin/Ihrem Kunden. So bleiben Sie in Erinnerung. Und vergessen Sie nicht, Ihre persönliche Heimpflegeempfehlung mit aufzuschreiben. Es ist unsere Aufgabe als Kosmetikerin, unsere Kunden hinsichtlich der Pflege und Gesunderhaltung der Hände und Nägel zu beraten und Tipps zu geben, welche Produkte zur Heimpflege verwendet werden können. Hier schlummern auch Möglichkeiten für Zusatzverkäufe.

  • Flyer zum Aufhängen, Downloaden oder einfach zur Inspiration für Ihren Institutsalltag. Viel Spaß beim Lesen! Die Bilder/Illustrationen können auf www.shutterstock.com gekauft werden. Die Bildnummer finden Sie direkt im Heft oder hier im Downloadbereich. Die Bildrechte liegen bei www.shutterstock.com. Die Bilder finden Sie unter 59893324;329727350/Shutterstock.com
  • Möchten Sie sich bei Ihren Kunden für die jahrelange Treue bedanken? Hier sehen Sie ein Mailing Beispiel zum Thema "Dankeschön". Die Bilder/Illustrationen können auf www.shutterstock.com gekauft werden. Die Bildnummer finden Sie direkt im Heft oder hier im Downloadbereich. Die Bildrechte liegen bei www.shutterstock.com. Die Bilder finden Sie unter 350048291;409557643/Shutterstock.com
  • Möchten Sie Ihren Kunden zum Jahreswechsel einen Kalender schenken? Hier gibt es einen MY BEAUTY BUSINESS Kalender zum download. Die Bilder/Illustrationen können auf www.shutterstock.com gekauft werden. Die Bildnummer finden Sie direkt im Heft oder hier im Downloadbereich. Die Bildrechte liegen bei www.shutterstock.com. Die Bilder finden Sie unter 367196573/Shutterstock.com
  • Foto: Giraffarte/Shutterstock.com

    Möchten Sie in Ihrem Institut eine Bronzing-Behandlung anbieten? Hier sehen Sie ein Flyer Beispiel zum Thema "Bronzing".  

    Die Bilder/Illustrationen können auf www.shutterstock.com gekauft werden. Die Bildnummer finden Sie direkt im Heft oder hier im Downloadbereich.

     

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  • Möchten Sie Ihren Kunden weihnachtliche Grußkarten schenken? Hier sehen Sie einige Beispiele für Weihnachtsgrüsse. Die Bilder/Illustrationen können auf www.shutterstock.com gekauft werden. Die Bildnummer finden Sie direkt im Heft oder hier im Downloadbereich. Die Bildrechte liegen bei www.shutterstock.com. Die Bilder finden Sie unter 124635397/Shutterstock.com