
Pflegekonzepte gegen Umweltstress
Die zunehmende Umweltverschmutzung belastet auch unsere Haut. „Anti-Pollution“ heißt daher das neue Zauberwort für Anti-Aging-Konzepte, mit denen sich vor allem sachliche Kunden und Männer begeistern lassen
Das Thema „Verschmutzung der Haut durch Umwelteinflüsse“ ist vor allem für den sachlichen Kunden „Mann“ leichter nachzuvollziehen als die emotionaleren Aussagen „Beauty“ und „Anti-Aging“. Dieses neue Konzept könnte deshalb mehr Männer zu effektiver Hautpflege motivieren. Der Nutzen ist rational schnell nachzuvollziehen und kann dieser umsatzstarken Zielgruppe den Schritt ins Kosmetikinstitut wesentlich leichter machen. Klarer Vorteil für Sie: Kürzere Behandlungszeiten, kaum Preisdiskussionen und einfacher Produktverkauf sind die Highlights bei dieser Kundengruppe.
Was die Haut belastet
Unsere Umwelt und die Luft sind durch allerlei Abgase und Schmutzpartikel, aber auch durch Zigarettenrauch und Schwermetalle belastet. Diese Verschmutzungen lagern sich auch auf der Haut ab. Ein innovativer Rohstoff mit Extrakten aus Efeu, Sonnenblumenkernen und Reiskleie (Osmopur) wurde zum Schutz der Haut vor diesen Umweltbelastungen entwickelt. Er wird beworben mit den Aussagen „Schutz der Hautzellen vor der zellschädigenden Wirkung von Zigarettenrauch, Schwefeldioxid und Schwermetallen“. Verschiedene Untersuchungen zum Nachweis dieser Aussagen wurden bereits durchgeführt:
Der neue Wirkstoff, der in kosmetische Produkte eingearbeitet wird, soll bereits beim Auftreffen der Schadstoffe auf die Haut dafür sorgen, dass deren schädigendes Potenzial neutralisiert wird.
„Rostschutz“ für die Haut
Ähnlich wie ein Auto durch Oxidation rostet und langsam zerstört wird, so führt oxidativer Stress durch übermäßige Einwirkung von UV-Strahlung (freie Radikale!) in der Haut dazu, dass sich die natürlichen Zellfunktionen verringern oder gar zur Zerstörung der Zellen. Antioxidanzien können oxidative Schädigungen verringern oder gar verhindern. Im Organismus erhöhen sie die Funktionsfähigkeit und Abwehrbereitschaft des Immunsystems gegenüber freien Radikalen. Es gibt primäre Antioxidanzien, die eine Kettenreaktion der Oxidation durch Sauerstoff hemmen, aufhalten oder unterbrechen können. Sekundäre (synergistische) Antioxidanzien haben an sich keine oder nur eine geringe antioxidative Funktion. Sie verstärken jedoch die Wirkung der primären bzw. regenerieren diese. Antioxidanzien können entweder durch den Körper selbst gebildet werden (z.B. Superoxid-Dismutase) oder von außen über Nahrung und auf die Haut aufgetragen zugeführt werden.
Von außen zugeführt werden z.B. Beta Carotin, Vitamin C, Vitamin E, Coenzym Q10 und Spurenelemente. Ebenso gehören dazu auch phenolgruppenhaltige Substanzen aus Pflanzenextrakten, wie u.a. die Isoflavone aus Ginkgo, grünem/weißem Tee sowie OPC (Oligomere Procyanidine) aus Traubenkernen. Sie alle sorgen dafür, dass die „oxidative Verschmutzung“ effektiv bekämpft werden kann.
Die Barriere stärken
Ebenso wird die Haut auch durch Stoffe belastet, die bewusst aufgetragen werden. Im schlimmsten Fall kann dadurch der Hydrolipidfilm nachhaltig gestört werden. Er ist der wichtigste Schutzschild des Menschen nach außen. Daher ist es besonders wichtig, die Hautbarriere zu unterstützen und ihr ggf. auch dabei zu helfen, sich zu regenerieren. Hierbei spielen essenzielle Fettsäuren aus natürlichen pflanzlichen Ölen eine wichtige Rolle. Sie unterstützen die Regenerationsfähigkeit, ohne die Hautporen mit einem okklusiven Film zu überziehen. Darüber hinaus sind Feuchthaltefaktoren wie Harnstoff, Glycerin und Hyaluronsäure wichtig für die Gesunderhaltung der Haut.
Zum „Umweltschutz“ für die Haut gehört selbstverständlich auch eine regelmäßige Reinigung. Gerade auf diesem Gebiet kann und sollte die Kosmetikerin intensive Aufklärungsarbeit leisten – und natürlich die entsprechenden Produkte verkaufen.
Beispiel: Unschlagbares Duo - Vitamin E & C
Nicht alle Antioxidanzien reagieren auf die gleiche Art, sondern haben unterschiedliche Wirkmechanismen. Vitamin E und C beispielsweise ergänzen sich optimal, um Schädigungen der Haut zu verhindern:
Autor: Jürgen Singer